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Was machen Hebammen?

Wir Hebammen arbeiten mit den Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und in den Tagen und Wochen danach. Für diese wichtige Zeit im Leben stellen wir unser Wissen und unsere Erfahrung zur Verfügung.

Hebammenarbeit beginnt schon sehr früh in der Schwangerschaft im Rahmen der Schwangerenvorsorge. Themen in der Beratung sind hier beispielsweise Ernährung, Sport, Reisen, Sexualität, aber auch Pränataldiagnostik, Wahl des Geburtsorts, Geburtsmodus und vieles mehr.

Bauch Sonja Gräber pixelio.de

Im Rahmen der Vorsorge-Termine (2-4 Hausbesuche in der Schwangerschaft werden von den Krankenkassen übernommen), und bei Bedarf darüber hinaus, können wir Hilfe beim Umgang mit Schwangerschaftsbeschwerden geben. Darunter fallen alle unangenehmen Begleiterscheinungen, die nicht krankhaft oder gefährlich sind. Bemerken wir etwas, das über die normalen Beschwerden hinausgeht, ziehen wir die Frauenärztin/den Frauenarzt zu.

Handelt es sich aber um Verdauungsprobleme, Wasser in den Beinen, Hämorrhoiden, Sodbrennen, Wadenkrämpfe oder Ähnliches können wir oft mit unseren Mitteln helfen. Je nach Einzelfall Massagen, Akupunktur, Homöopathie, Moxen, Kräutertees, pflanzliche Mittel, traditionelle Rezepte, Ernährungsberatung oder einfach nur ein ausführliches Gespräch.

Jede Hebamme hat da übrigens ihre eigenen Tipps und Vorlieben.

Wir ertasten die Lage und Größe des Babies, hören die kindlichen Herztöne, messen bei Bedarf Blutdruck oder Blutzucker, kontrollieren den Urin, beobachten das Allgemeinempfinden.

Wir geben auch Tipps und Hilfestellung, wenn etwas nicht so läuft wie erhofft (z. B. vorzeitige Wehentätigkeit oder Beckenendlage).

Babyhand IBond pixelio.de

Geburtshilfe ist wohl der bekannteste Teil der Hebammen-Arbeit. Bei jeder Geburt (auch bei Kaiserschnitt) muss laut Gesetz eine Hebamme anwesend sein. Als Fachfrauen sind wir für die Betreuung und Begleitung von normalen Geburten ausgebildet. Sowohl bei Hausgeburten, als auch bei Krankenhausgeburten ziehen wir bei Abweichungen vom normalen Geburtsverlauf einen Arzt/eine Ärztin zu und betreuen die Geburt im weiteren Verlauf gemeinsam weiter.

Jährlich kommen bei uns circa 80.000 Kinder auf die Welt, zu Hause, im Krankenhaus oder im Geburtshaus. Jedes von ihnen wird von den Händen einer der rund 1800 Hebammen Österreichs willkommen geheißen.

Wenn das Baby da ist, beobachten wir sein Allgemeinbefinden (Temperatur, Atmung, Trinkverhalten, Gewicht), versorgen den Nabel, geben Hilfestellung bei der Pflege des Säuglings und führen auf Wunsch der Eltern die empfohlenen Blutabnahmen durch.

Bei der Mutter beobachten wir die Gebärmutterrückbildung, Wochenfluss und Wundheilung. Wir unterstützen beim Stillen und helfen bei Stillschwierigkeiten (z. B. Behandlung bei Milchstau oder wunden Brustwarzen).

Babyfuss Katja Becher pixelio.de

Auch im Wochenbett bieten wir unsere Hilfe an. Sowohl im Krankenhaus, als auch nach dem Krankenhausaufenthalt während der ersten gemeinsamen Zeit zu Hause. Die Krankenkasse übernimmt bis zu 12 Hausbesuche während der ersten 8 Lebenswochen Ihres Kindes.

Wir beraten über Babypflege, Schlafverhalten, Stillen, Ernährung, Empfängsnisverhütung, Rückbildungsgymnastik und vieles mehr.

Hebammen trifft man sowohl in Krankenhäusern, als auch in der freien Praxis, in Eltern-Kind-Zentren, Mütterberatungsstellen und Familienberatungsstellen.

Darüber hinaus bieten Hebammen viele Aktivitäten, Beratungen und Kurse zu verschiedensten Themen wie Geburtsvorbereitung, Beckenbodengymnastik, Babymassage, Ernährung, Babyschwimmen etc. an.