Nach der Geburt ...
Jede Frau hat Anspruch auf Hebammenhilfe nach der Geburt - unabhängig davon, ob sie im Krankenhaus oder zu Hause geboren hat. Das Wochenbett dauert 8 Wochen. Während dieser Zeit übernimmt die Krankenkasse bis zu 12 Hausbesuche.
Wichtig: Wie viele von der Krankenkasse bezahlte Hausbesuche möglich sind, hängt davon ab, wann ihr das Krankenhaus verlassen habt. Mehr Information dazu bei eurer Hebamme und auf diesem Flyer:
Flyer zum Downloaden [PDF ca. 900KB]
Wie ich euch unterstützen kann ...
Bei diesen Hausbesuchen beantworte ich gerne alle auftauchenden Fragen. Ich versorge den Nabel oder zeige euch, wie das geht.
Wir beobachten die Gewichtszunahme und den Verlauf der Neugeborenen-Gelbsucht (manche Babies bekommen einen leichten Gelbstich in den ersten Lebenstagen).
Wir besprechen die Babypflege, ich unterstütze und helfe, falls es beim Stillen noch Anlaufschwierigkeiten gibt oder Unsicherheiten bei der Nahrungszubereitung. Auf Wunsch verabreiche ich die empfohlenen Vitamin-K Tropfen und nehme Fersenblut ab für den PKU-Test.
Wir vergewissern uns, dass sich die Gebärmutter gut zurückbildet, ob eine eventuelle Naht gut verheilt und vieles mehr.
Medizinisch gesehen ist das Wochenbett die Zeit, die der Körper benötigt, um sich wieder auf den nicht schwangeren Zustand einzustellen, Veränderungen durch die Schwangerschaft zurück zu bilden, die Milchbildung in Gang zu bringen und aufrechtzuerhalten.
Aber das Wochenbett ist mehr.
Diese besondere Zeit erlebt ihr mit diesem Kind nur einmal:
Gönnt euch Ruhe.
Genießt diese erste Kennenlern-Zeit.
Rastet euch aus. Schlaft viel.
Nehmt jede Unterstützung an, die euch angeboten wird (z. B. wenn euch jemand mit Essen versorgen will ...).
Je ungestörter die Tage sind, umso leichter zeichnet sich nach und nach ein Tagesrhythmus ab, der wieder Platz hat für den Alltag und ausgewählte Besucher.
Wochenbett-Suppe
Die Wochenbettsuppe ist ein echter "Zaubertrank" und bringt verlorene Energie zurück. Sie sollte bei starker Belastung mehrmals täglich gegessen werden. Am besten wirkt sie natürlich, wenn man sie nicht selber zubereitet, sondern sie zubereiten lässt :)
Zutaten
- 1 kleines Suppenhuhn oder 2 bis 3 Hühnerschenkel
- 1 bis 2 Beinscheiben vom Rind oder Suppenfleisch
- Gemüse- oder Hühnersuppenwürfel
- Safran
- 1 daumengroßes Stück Ingwer, gerieben
- Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, Wacholderbeeren
- Suppengemüse; z.B. Karotten, Sellerie, Fenchel, Lauch
- 1 bis 2 Bunde Petersilie, fein gehackt
Zubereitung
Fleisch waschen, in einem Topf das Fleisch mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen.
Suppenwürfel, Safran, den geriebenen Ingwer, die Lorbeerblätter und die Wacholderbeeren hinzufügen
und 2-3 Stunden köcheln lassen.
Die letzte halbe Stunde das Suppengemüse zugeben.
Hühnerfleisch vom Knochen trennen, in kleine Stücke schneiden und der Suppe wieder beifügen.
Rindfleisch nur verwenden, wenn es zart ist.
Solange weiter köcheln lassen bis das Suppengemüse gar ist.
Für die letzten Minuten die Petersilie dazutun. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.